Hale-Bopp am 8. 4. 97 Superklarer Morgen, vielleicht ein bissi dunstiger als am Vortag. Geplant war eigentlich eine Session im Burgenland, doch am Nachmittag zogen duenne, hohe Wolken auf, und am Sat-Bild war zu sehen, dass von Oberoesterreich bis ins Burgenland Wolken waren. Die Exkursion war damit wieder abgesagt, und ich wollte mein Glueck eher bei Falkenstein versuchen. Walter Koprolin wollte gar nicht mehr raus, er hielt die Situation fuer hoffnungslos. Tja, man sollte die Rechnung nie ohne Kometenman machen. Unser neuer Astroheld dirigierte mich aber gleich einmal nach Niederkreuzstetten, und sagte: "Hier, Schurke, was willst Du in Falkenstein?" Ich: "Kometnschaun". Kometenman: "Hahaa, Schurke, hier bleibst Du!". Und gut war's. Die letzten Cirren loesten sich auf, und wieder gab's praechtigen Himmel. Freisichtig zog sich der Plasmaschweif des Kometen bis rauf zur PER III Assozoation, wo er sich verlor, der Staubschweif wieder bis gegen h+X. Also kaum schlechter als in der Nacht zuvor. Im 7x50 Feldstecher schoene Strukturen im Plasmaschweif. M34 war nicht mehr durch den Staubschweif verdeckt. Im 5.7" f/6 Maksutov-Newton bei 40x wiederum die vom Plasmaschweif aussen abzweigenden Strahlen zu sehen, bei 90x in der inneren Koma gewohntes Bild, der "Beistrich" und darueber zwei Bogerl. Mehr Zeit nahm ich mir nicht fuer Fernrohrbeobachtungen, das Roehrl musste der Kamera weichen, mit Piggyback-Aufnahmen schoss ich den Film zu Ende. Das Ergebnis werde ich naechste Woche wissen. Bin gespannt, ob ich besser mit dem Bleistift oder dem Ausloeser zurechtkomme :-) Howdii