Produkt Test: Skywatcher Equinox 120/900 ED APO

APO Refraktoren sind in erster Linie einmal teuer bis sauteuer. Für viele Hobbyastronomen waren solche Refraktoren, selbst die kleinerer Öffnung, unerschwinglich. Kann sich noch wer an den "Volksapo" erinnern? Den ersten 80/600mm "APO" aus chinesischer Produktion? Freilich war das kein Pentax oder Zeiss, das durfte man um diesen Preis auch nicht erwarten. Die Qualitätsstreuung war damals auch noch recht hoch, ausnehmend gute Exemplare waren genauso dabei wie solche mit auffälliger Dezentrierung. Farbrein? Essentiell nicht, aber doch deutlich reduzierter Farbfehler, deswegen erfreute er sich doch großer Beliebtheit. Ist damit auch die "APO-Inflation" eingeleitet worden? Was sich heute alles APO nennt... Streng genommen müssten drei Wellenlängen auf einen Fokus vereinigt sein, dabei sollen diese Wellenlängen weit auseinander liegen. Frei von Farbfehler ist ein Objektiv deswegen nicht zwingendermaßen. Es kommt schon auf die Wahl der Gläser an, und wie weit sich der Optikkonstrukteur beim Öffnungsverhältnis "hinausgelehnt" hat.

Was Sternfreunde als APO sehen wollen, sind Refraktoren feinster Abbildungsgüte, mit einem quasi absenten Farbfehler. Irgendwo und irgendwie wird man an praktisch jedem hochgestochenen APO noch ein Fuzerl Farbe finden, das ist schon klar. Wer dagegen allergisch ist, sollte gleich bei Spiegelteleskopen bleiben. Jedenfalls, genau die angesprochenen feinen und essentiell farbreinen Refraktoren üben eine nicht zu unterschätzende Faszination aus. Auch ich kann mich dem nicht entziehen.

Kurz vorweg: Die Skywatcher Equinox sind die aktuellen "Edel-Refraktoren" dieses Herstellers. Zwar haben die Black Diamond Refraktoren die gleichen Optiken, jedoch ist die Tubusverarbeitung am Equinox hochwertiger und es gibt einen rotierbaren Fokussierer. Hier geht es konkret um den Skywatcher Equinox 120, einen 120/900 mm Refraktor, dessen Objektiv als ED APO, mit Hinweis auf das Ohara Glas FPL 53, beworben wird. Der Farbfehler, so verspricht die Werbung, sei auf ein nicht mehr störendes Minimum reduziert. Was immer das heißen mag - ein dehnbarer Begriff. Was den einen stört, findet der andere akzeptabel, und es wird sich noch wer finden, der sich nicht dran stört. Was ist am konkreten Testkandidaten dran? Zumindest den "kleinen Bruder", den Skywatcher Equinox 80/500mm ED kenne ich, der sich ebenfalls mit dem FPL 53 Glas schmückt. Der ist soweit farbrein, was ich dazu sagen kann. Das einzige, was ich an diesem kleinen, durchaus feinen, Refraktor als Fehler diagnostiziert hatte, war ein Anflug von Pinching. Vor allem zu dem Preis kann man nicht mehr verlangen, war mein Urteil. Aber bringt ein 120-er Objektiv das noch rüber? Das war letztlich die Frage, die mich veranlasste, mir einen Equinox 120 zum Test zu holen.

Der Equinox 120 - hier auf der iOptron ieq45 Montierung

Lieferumfang und Tubusausführung

Vom Aussehen und der Verarbeitung war der Equinox 120 keine Überraschung mehr für mich, nachdem ich den kleinen Equinox 80 schon kennen gelernt hatte. Die Verarbeitung wirkt auf den ersten Blick fein, es gibt einen drehbaren Fokussierer, eine einschiebbare Taukappe. Der schwarz glänzend eloxierte Tubus wirkt hochwertig. Am Fokussierer gibt es einen 1:10 untersetzten Feintrieb sowie eine Millimeter Skala, die hilfreich ist, den Fokuspunkt schnell zu treffen. Immerhin ist der Fokussierer mit einem Weg von fast 13 cm weit auszufahren, da kann man sich schon "verirren". Wenn man hingegen schon etwa dort ist, wo die Fokusposition liegt, braucht man nur mehr fein fokussieren. Das ist ein nettes Feature. Der Refraktor hat solide Rohrschellen und eine 2" Schiene vormontiert. Letztere ist mittels Stellschrauben gegen die Rohrschellen verkippbar, um den sogenannten Konus-Fehler bei der Positionierung via Goto Montierung zu eliminieren. Der Refraktor kommt ein einem stabilen Alukoffer. Sucher und/oder Zenitspiegel sind nicht im Lieferumfang enthalten.

So wohnt der Equinox 120 im Alukoffer. Die Hartschaum Auskleidung wirkt allerdings billig

Die Rohrschellen haben unten eine breite Auflage mit etlichen Bohrungen, so kann man bei Bedarf auch eine 3" Schiene robust befestigen. Die 2" Schiene ist mit Stellschraubeben versehen. Man kann damit das Teleskop relativ zur Schiene verkippen, um den Konusfehler bei der Goto Positionierung zu kompensieren. Die mittlere Fixierungsschraube dient gleichzeitig als Sicherung, damit das Teleskop bei zu lascher Klemmung nicht gleich der Schwerkraft bis zum Boden folgt...

Die massiven und präzise gefertigten Rohrschellen haben auch auf der Oberseite genug Bohrungen für die Befestigung eines Leitrohrs

Der Crayford Fokussierer mit Feintrieb - voll ausgefahren. Die Millimeter Skala hilft, schnell den Fokus zu finden

Optik

Das Ohara FPL 53 Glas ist von den optischen Eigenschaften nahe dran am bekannten "Zaubermaterial" Fluorit (Calciumfluorid, CaF2). Wie fein sich eine Fluorit Linse von der Farbdispersion auch verhält, es bleibt dabei, sie ist anfällig für Bruch, nur schwer zu polieren und auch das Coating stellt eine Herausforderung dar. Für größere Linsendurchmesser geht's ans Eingemachte - nicht nur vom Preis her, auch technisch.... Fluorit war eine Zeit lang "modern". Heute hat man mehr oder weniger exotische Gläser, die nahe an die optischen Eigenschaften des legendären Fluorit herankommen. Im Gegensatz zum gezüchteten CaF2 Kristall können diese Gläser jedoch erschmolzen werden, und es sind Gläser, so wie auch das FPL 53, und keine Kristalle. Wenn im Zusammenhang mit den Equionox Objektiven, wo eben das FPL 53 verbaut ist, das Wort "Fluorit" bzw. "Fluorite" fällt, dann ziehen sich meine Augenbrauen einmal ganz streng zusammen. Man möge bitte die Dinge auseinanderhalten. Vielleicht gelingt es nicht einmal dem Hersteller so ganz genau? Auf der Skywatcher Homepage erfahren wir über die Equinox nur, dass es die Hi-End Line ihrer Refraktoren sind. Über das Linsenmaterial hüllen sie sich zumindest dort in Schweigen. Bei den Black Diamond Refraktoren hingegen findet man in der allgemeinen Beschreibung "finest grade ED Fluorite glass called FPL-53". Was es nicht alles gibt, ein Fluorit Glas? Marketing "Unschärfen" ;-) Daher kommt es wohl zu den Gerüchten im Web, eine Linse wäre Fluorit, selbst explizit CaF2 wird spekulativ genannt... Die korrekte Bezeichnung wäre Fluoridglas. Und was hat es nun mit dem "Schott" Schriftzug auf sich, den man auf den Teleskopen findet? Recht einfach, ein Doublet hat zwei Linsen, die andere Linse ist halt ein Schott Glas.

Eine "Inneninspektion" des Tubus zeigt drei Blenden, eine vierte Blende wird durch den Tubusabschluss, wo der drehbare Fokussierer angeflanscht ist, gebildet. Vom Fokuspunkt durch ein Cheshire visiert, zeigen sich die Blenden korrekt ausgelegt. Die Justierung des Objektivs habe ich auch überprüft, und fand sie perfekt vor.

Worüber wird mehr Hype gemacht? FPL 53 oder Schott? Dass nicht noch wer auf die Idee kommt, das FPL 53 wäre von Schott ;-)

Ein Blick aufs Objektiv bei eingezogener Taukappe: Selbstbewusst gibt sich das Ding - APO! Multicoating, sieht man auf den ersten Blick. Einiger "Sternenstaub" hat sich bereits auf der Frontlinse angesammelt...

Visuelle Beobachtung

So, der Weihrauch von tollen Gläsern und Marketing Hype sei verraucht. Es geht zur Praxis. Hier muss ein Ding zeigen, was es kann. Nach dem Aufsatteln des Teleskops auf die Montierung wird erst einmal die Taukappe ausgezogen. Diese sitzt ziemlich streng. Die Taukappe leicht drehend nach vorn schieben geht am ehesten, mit einem leichten "Klack" wird die Endposition gemeldet. Jedenfalls rutscht die Taukappe im Betrieb nicht von allein zurück, wenn das Teleskop zum Zenit zeigt. Der Schutzdeckel sitzt satt auf der Taukappe, von allein fällt der nicht ab. Das ist schon einmal brav so. Jetzt noch Sucher dran - die Aufnahme für einen gängigen Sucherhalter ist vorhanden, bei mir kommt ein geradsichtiger 8x50 Sucher zum Einsatz. Nun den 2" Zenitspiegel dran - ah, hier wird nicht einfach mittels Schraube geklemmt, ein Messingring übernimmt die Klemmung, sicher und zuverlässig. Auch der Reduzieradapter ist mit einer Ringklemmung versehen. Fehlt noch ein Okular, nehmen wir einmal das 22mm Panoptic, Teleskop irgendwo auf den Himmel gerichtet, und scharf gestellt. Der Fokussierer geht weich, und der Feinverstellknopf ist so leichtgängig, dass man ohne das Teleskop großartig in Schwingungen zu versetzen den Fokus präzise einstellen kann.

Oh, feine Sterne bei 40x - gut, das soll auch so sein. Ich schwenke das Teleskop über den Himmel, da kommt ein hellerer Stern ins Feld, und - was ist das? Ein riesiger Lichthof! Woher kommt das? Farbfehler? Eigentlich erscheint mir der Halo so gut wie farblos. Ich nehme Arktur ins Visier, und hier scheint es so, als ob der Halo einen leicht violetten Einschlag hätte. Nun, das ist einmal weniger schön... Selbst bei schwächeren Sternen ist dieser Halo noch zu sehen. In der Folge fahre ich ein paar Deep Sky Objekte an. Da gibt es überall nur schwache Sterne, ich finde eine durchaus ansprechende Abbildung vor. Soweit einmal zu den ersten Eindrücken.

Saturn sollte doch ein jedes gutes Teleskop schön zeigen. Mir fiel eine etwas gelbliche Färbung auf. Aber sonst war alles da, von Cassini-Teilung über Schatten des Ringes auf dem Planeten, C-Ring, und Wolkenband auf der Planetenkugel. Durch die etwas gelbliche Färbung trat das Wolkenband sogar recht kontrastreich hervor. Freilich "schwimmt" auch Saturn in diesem Lichthalo. Fixiert man direkt den Planeten und konzentriert sich voll darauf, verschwindet der Halo praktisch.

Jupiter war in der ersten Testzeit, im Februar 2011, schon zu tief am Westhimmel. Den Riesenplaneten bekam ich erst im Herbst dieses Jahres gut zu sehen. Auch hier war die gelbliche Färbung evident. Die Hauptwolkenbänder erschienen tief braun und von daher mit gutem Kontrast. Was auf einen guten APO fehlt: Die delikaten Farben von orange über lachsfarben bis braun in den Bändern und die feinen Kontraste. Dennoch kann ich meine Jupiter Beobachtung bei wirklich gutem Seeing durchaus als ansprechend bezeichnen. Es war eine Menge Details zu sehen. Die Bilddefinition ist gut genug, dass man bei gutem Seeing 225-fache Vergrößerung verwenden kann. Das ist immerhin schon eine Austrittspupille von 0,5mm! Wenn der Blick bei dieser hohen Vergrößerung aber ein bissl abschweift, sieht man die Misere, die ganz und gar nicht APO-like ist: Jupiter weist einen roten Rand auf, und schwimmt in einem tiefblauen Halo.

Dass der Halo um hellere Sterne vielleicht doch bei diversen Deep Sky Beobachtungen hinderlich sein könnte, liegt auf der Hand. Zum Beispiel versuchte ich mit dem Equinox den Planetarischen Nebel Abell 12 zu knacken, der nahe des 4 mag hellen Sternes μ Orionis steht. Man kämpft bei einer Beobachtung sowieso schon gegen den hellen Stern an, und wenn der Nebel dann noch vom Streulichthalo überdeckt wird, ist es schwierig. Ich musste bei meinem Beobachtungsversuch schon eine Weile herum kletzeln, bis ich den Nebel geknackt hatte. Sagen wir so, mein altehrwürdiger 5,7" f/6 Maksutov-Newton hat bei diesem Objekt kein großes Problem gehabt, mit dem bin ich recht flott bei meiner aller ersten Sichtung des Abell 12 dran gewesen. Von der Bildhelligkeit kommt ein 120 mm Refraktor der des 145 mm Maksutov-Newton sehr nahe, und in der Kontrastleistung sollte der Maksutov-Newton von der Papierform auch nur mehr knapp überlegen sein. Speziell der Vergleich an Jupiter bei hoher Vergrößerung zeigt aber, was Kontrastleistung wirklich ist. Da hat mein Maksutov-Newton gewaltig die Nase vorn. Wie der den Jupiter zeigt,  d a s  ist APO-like.

Eine weitere Überraschung brachte der "Double Double", ε Lyrae, halbhoch am Osthimmel stehend. Da war das eine Paar leichter zu trennen als das andere. Da die beiden Paare rechtwinkelig zueinander stehen, liegt gleich einmal der Verdacht von Astigmatismus auf der Hand. Genauere Untersuchungen im Startest stehen an...

Immerhin, mit diesem Teleskop habe ich bereits einen Messier Marathon bestritten, und schon auch so manche Beobachtung getätigt, auch kniffligere Objekte. Der Spass ist durchaus gegeben. In gewissen Grenzen, wenn man nicht gerade die Schwächen sucht, findet auch dieses Teleskop seinen Himmel.

Startest

Als Vorbereitung für den Startest kommt erst einmal ein 33% Obstruktionsplattl vor die Linse. Damit habe ich unter Einsatz von Farbfiltern die Möglichkeit, die Sphärische Aberration separat zu beurteilen. Anders kommt man auch einem APO nicht bei. Selbst wenn ein APO im Fokus farbrein ist, intrafokal und extrafokal mischen sich die Farben, und damit ist eine Abschätzung wie bei einem simplen Newton Spiegel nicht mehr möglich.

Der Equinox 120 Pro im Startest. Die an Zwirnsfäden temporär befestigte Obstruktion von 33% dient zum Abschätzen der Sphärischen Aberration

Erste Eindrücke im Startest holte ich mir bereits im Februar 2011. Ich war aber so "schlau", keine Aufzeichnungen zu machen. So hatte ich nur mehr irgend etwas dunkel in Erinnerung. Ein neuer Startest stand an. Es ist sowieso kein Fehler, sich die Sache mehrfach im Detail anzusehen. Dieses Stück Optik hat sich etwas komplexer im Startest erwiesen, auf einmal kann man kaum alles fassen, man braucht auch Zeit zum Verarbeiten, zum Analysieren, und geht gerne noch einmal dran, um sich zu vergewissern oder neuen Spuren nachzugehen...

Was ist nun Sache? Erst einmal zur Korrektur der Sphärischen Aberration niederer Ordnung (LSA): Mit Grünfilter finde ich die LSA bei ziemlich genau lambda/4 Unterkorrektur, mit Rotfilter ist sie deutlich schlechter als lamda/4 (Unterkorrektur), mit Blaufilter ist sie knapp schlechter als lambda/4 (Überkorrektur). Wenn es schon eine Millimeter Skala am Fokussierer gibt, nimmt man sie für diesen Zweck gerne in Anspruch. Ich gebe hier auch einmal meine "Testwellenlängen" bekannt: Mein Grünfilter trifft mit einem Maximum bei 500 nm relativ gut die e-Linie (546 nm). Mit dem Blaufilter (Maximum bei 435 nm) liege ich tiefer im Blauen als die F-Linie (486 nm). Der Rotfilter ist so ziemlich im tiefsten Rot, mit dem das menschliche Auge bei wenig Licht noch sinnvoll arbeiten kann. Sein Maximum liegt bei 610 nm, das ist doch etwas weniger tief im Roten als die C-Linie (656 nm). Die D-Linie könnte ich eigentlich noch mitnehmen im Test, bin ich beim Durchsehen der Filter draufgekommen, der Orangefilter liegt mit 570 nm genau auf der D3-Linie, die häufig salopp als D-Linie bezeichnet wird.

Was bei dieser Testerei auffällt: Der Fokus im Roten, im Grünen, im Blauen kommt auf die selbe Fokussiererstellung raus. Mit anderen Worten gesagt, drei Farben fallen auf einen Fokuspunkt zusammen. Fährt man das Strahlenbündel (ohne Farbfilter) von intrafokal bis extrafokal durch, so hat die Farbfolge nur mehr in Bereichen weiter weg vom Fokus noch etwas mit einem Achromaten gemeinsam. Intrafokal sieht man außen einen tiefblauen Rand, von dort geht es nach innen zu über grün zu rot. Extrafokal ist es umgekehrt, außen findet man einen roten Rand, nach innen geht es über grün zu blau.

Im Fokus findet man an hellen Sternen bei hoher Vergrößerung einen kleinen tiefblauen Halo. Das ist aber nicht wirklich arg, und auch eine Sache wie gut man den Fokus trifft. Ist man mehr intrafokal, ist der Halo etwas größer, etwas mehr extrafokal, wird er kleiner. Damit man mich nicht falsch versteht: Wir haben es mit Sphärischer Aberration zu tun, man "reitet" hier auf einem "Lichtzapfen", und muss sich den besten Fokus Kompromiss suchen - hier auch noch in Bezug auf den Restfarbfehler. Etwas weiter hinter dem weißen Fokus folgt ein blauvioletter Fokus, was aber durchaus noch als Fokus bezeichnet werden kann. Erst viel weiter hinten manifestiert sich im Zentrum ein dickerer tiefvioletter Knödel. Violett reißt also wie beim Achromaten am weitesten aus, wenn auch nicht so weit.

Drei Farben haben gleiche Schnittweite: Ist damit ein APO gegeben? Zur Klarstellung: Ganz exakt genau geht das rein von der optischen Physik her nicht. Die Distanz zwischen e- bzw. C- und F-Fokus ist nur so gering geworden, dass ich sie nimmer auf der Millimeter Skala ablesen kann, und das Auge statt separater Fokuspunkte, die hintereinander liegen, einen weißen Fokus an quasi einer Stelle vorfindet. Drei Farben auf derselben Schnittweite machen noch keinen farbreinen APO. Violett ist genauso wenig "eingefangen" wie beim Achromaten. Und damit kann man streiten, ob man dazu wirklich schon APO sagen darf. Selbst im Sinn der Abbe'schen APO Definition, die beim ersten Lesen recht simpel erscheint, ist es bestenfalls ein Halb-APO. Was gegen den Begriff APO spricht: C- e- und F-Linie korrigiert, da kann man nicht sagen, dass die sehr weit im Spektrum auseinander liegen. Violett müsste mit drin sein. Für zwei Farben sollte nach Abbe die sphärische Korrektur und Komafreiheit gegeben sein. Lassen wir die Koma, schon bei der Korrektur der LSA muss ich verneinen, das geht knapp nicht aus. Also: APO, leider nein. Semi-APO ist besser angebracht, dieser Begriff wird normal auch eher mit ED Objektiven assoziiert. Und was ist ein "Semi-APO" genaugenommen? Ein Achromat mit deutlich reduziertem sekundärem Spektrum. So, damit sind wir dort, wo wir sind.

Deneb mit der Webcam (300%) - Farbsetting "Draußen" (also Tageslicht, Sonne) - Simulation: So etwa sieht der blaue Halo visuell aus, den man bei hohen Vergrößerungen sieht. In Wirklichkeit ist das einen Hauch intrafokal aufgenommen

Um einen Schlußstrich unter das Thema Farbkorrektur zu ziehen: Ich denke, bei 120 mm Öffnung, mit zwei Linsen, etwas Serienstreuung bei der Fertigung hin oder her, ist hier das Optimum weitgehend erreicht. Wenn es farbreiner sein soll, ist eine dritte Linse erforderlich, freilich auch dann müssen die Gläser sorgfältig passend gewählt werden. Die mir aus eigener Anschauung bekannten sehr farbreinen APOs zwischen 100 mm und 130 mm Öffnung sind allesamt Dreilinser. Jedoch hat ein Zweilinser in thermischer Hinsicht seine Meriten - er temperiert wesentlich flotter aus.

Astigmatismus konnte ich keinen feststellen. Es gibt in der Phase des Austemperierens einen thermisch bedingten Astigmatismus, das ist jedoch keine Sache um die man sich Sorgen machen braucht.

Was ist dann mit dem "Double Double" gewesen? Ja, bei hoher Vergrößerung findet man ein etwas längliches Beugungsscheibchen, uuuund - einen Anflug von Koma. Aha, leichte Dezentrierung. Allerdings lageabhängig - beim Test im Zenit ist davon nichts zu bemerken, mit zunehmender Zenitdistanz, also "halbhoch" am Himmel, merkt man das schon deutlicher. Was noch auffällt: In dem Seeing Gewusel der Beugungsringe gibt es doch dickere Stellen, die sich manifestieren. Ein Anflug von Pinching ist da, auch wenn man ganz leicht defokussiert, kommt man zu diesem Schluss.

Wundersame "Heilung?" der Achskoma?

Ich weiß zwar, was ich gemacht habe, aber dass das Auswirkungen auf die Optik haben wird, hätte ich nicht gedacht. Zur Feststellung der Justierung bzw. auch Überprüfung der Blendenauslegung habe ich das Teleskop auf den Kopf gestellt, sozusagen, mit dem Objektiv nach unten. Nicht schlecht habe ich gestaunt, wie bei meinen weiteren Tests die Achskoma praktisch verschwunden war. Nun, ganz weg ist sie nicht, aber sie ist nun konstant, egal wo das Teleskop hinzeigt, ob Zenit oder halbhoch... Das Beugungsscheibchen ist nicht ganz perfekt rund, aber mit freiem Auge bei hoher Vergrößerung erscheint es soweit rund. Wodurch sich die Dezentrierung noch zeigt: die Beugungsringe sind auf einer Seite schwächer ausgeprägt, und eine Spur intrafokal wird die Koma deutlicher sichtbar. Der Fehler ist nun aber auf ein verschmerzbar geringes Maß zurückgegangen.

Fokus mit Rotfilter. Man sieht das minimal elongierte Beugungsscheibchen, die stellenweisen Verdickungen des ersten Beugungsringes (Pinching) und auch, dass der erste. Beugungsring an einer Seite deutlich schwächer ausgeprägt ist. (Foto: 5x Powermate und Webcam)

Fokus ohne Filter, etwas intrafokal: Das Beugubngsscheibchen verschmilzt fast mit dem ersten Beugungsring, hier sieht man die Dezentrierung deutlicher. Witzig ist allerdings der zweifarbige Halo. Das ist auch visuell so zu beobachten! Dispersion aufgrund von Luftschichtung im Tubus? Doch nicht im Zenit, wie dieses Foto aufgenommen wurde... (Foto: 5x Powermate und Webcam)

Der Farbfehler im Fokus hat sich dadurch auch verändert. Anstatt eines kleinen tiefblauen Halos flirren nun die Beugungsringe bei sehr hellen Sternen mit einem violetten Stich. Sonst ist kaum etwas zu bemerken. Das gilt für den besten Fokus Kompromiss. Bei niedriger Vergrößerung ist der Farbfehler fast nicht mehr zu bemerken, vielleicht ein ganz zarter violetter Anflug von Farbhalo ist vielleicht noch vorhanden, aber nur bei wirklich hellen Objekten. Etwas intrafokal wird es aber lustig, da ist die auf dem obigen Foto gezeigte blau-violette Zweiteilung zu beobachten, freilich nur bei wirklich sehr hellen Sternen und sehr hoher Vergrößerung.

Und was ist mit dem großen Lichthof um hellere Sterne? Das ist offenbar Streulicht. Das hat mich etwas mehr Nachforschung gekostet und mich rästeln lassen. Ich bin letztlich zu dem Schluss gekommen, dass ein Zonenfehler ganz aussen vorliegt, oder man könnte auch sagen, Turned Edge. Abblenden hilft: Ich fertigte eine Ringmaske, die das Obkektiv auf 112 mm abblendet. Damit ist der Streulichthof deutlich kleiner, weg ist er allerdings nicht. Weiter abblenden hilft auch nicht mehr. Es sind da sozusagen mehrere Einflüsse, die den Streulichthof verursachen: Der Farbfehler gehört sicher dazu, aber auch Turned Edge trägt einen nicht unwesentlichen Anteil bei. Was noch in meinen Startest Videos aufgefallen ist: Es sind radiale Streifen im Beugungsbild zu finden, es dürfte also eine gewisse Rauhigkeit auch vorhanden sein. Ich sage aber dazu, dass ich so etwas lieber nicht sehe. Es ist, wie schon geschildert, ein durchaus nicht zu vernachlässigender "Defekt".

Astrofotografie

Bevor wir zu den Fotos kommen, erst noch ein paar Worte zum Fokussierer. Visuell ist er ok, zumal, je nach verwendetem Zenitspiegel, der Auszug nur ca. 3 bis 4 cm ausgefahren werden muss. Meine SBIG ST 402 mit internem Filterrad hingegen hat den Fokus bei 12,3 cm. Dabei ist der Auszug fast schon voll ausgefahren, und, er verkippt. Das sieht man wirklich schon beim bloßen Hinschauen. Wenn ich vorher ein Objekt mit dem Fadenkreuzokular perfekt zentriere, ist es dann nicht mittig im Feld der Kamera, ich muss nachzentrieren, und nicht einmal so wenig, in Bezug auf den kleinen Chip der ST 402. Eine Verlängerungshülse dazwischenschalten bringt auch nicht wirklich viel Verbesserung. Und die Idee, die CCD Kamera direkt an den Zenitspiegel anzuschließen, hatte ich auch. Da hat sich aber gleich einmal der Fokussierer als zu schwach erwiesen, er trägt das Gewicht nicht mehr, rutscht nach hinten ab und rutscht durch wenn man nach oben fokussieren will. Detto ist der Fokussierer mit meiner ST 8 plus Filterrad vollkommen überfordert. Die Anpresskraft stärker einstellen bringt auch nicht soviel wie erhofft. Alsbald hat es ein paar Teflonspäne rausgearbeitet. Die Ursache liegt zum Teil im Verkippen, dadurch wird der Anpressdruck noch vermindert. Man könnte den rotierbaren Fokussierer umdrehen, dann wirkt die Verkippung so, dass zumindest mehr Anpressdruck dadurch gegeben wäre, allerdings ist die Millimeter Skala dann auf der Unterseite und nicht mehr hilfreich.

Eine generelle Anmerkung zu den Fotos: hier handelt es sich nicht um "pretty pictures", es sind nur Testfotos. Alle Fotos wurden unguided auf der iOptron ieq45 Montierung gewonnen. Diese Montierung lässt in dieser Betriebsart nur sehr kurze Belichtungszeiten zu, das ist aber eine eigene Geschichte für einen speziellen Testbericht...

Erste fotografische Tests mit meiner SBIG ST 402 CCD Kamera brachten mit Clear Filter dicke, weich und unfokussiert wirkende Sterne auf den Bildschirm. Na was denn, wie denn, ich habe doch ordentlich fokussiert! Dass schwache Sterne auf eine Fläche von 2 x 2 Pixel fallen, ist doch ok.

Eskimonebel mit 10 x 30 Sekunden, Clear Filter, SBIG ST 402, unguided (100%)

Das selbe Bild auf 200% vergrößert, lässt die Details im Nebe besser sichtbar werdenl. Dafür wird auch der schwache diffuse Rand um den hellen Stern daneben deutlicher. Und die schwachen Sterne wirken alle weich und schlecht fokussiert, sind es aber nicht...

Die ST 402 CCD Kamera ist von der Empfindlichkeit her ziemlich rotlastig. Auch wenn es ein ME Chip ist (Betonung auf E, erhöhte Blauempfindlichkeit): seit dem Einsatz der Mikrolinsen Technik ist die Blau-Empfindlichkeit der E Chips nicht wirklich schwächer geworden, aber die maximale Empfindlichkeit hat sich wieder gegen rot hin verschoben. Das Maximum liegt bei ca. 630 nm. Der Clear Filter ist nur ein transparentes Glasl, um mit den anderen Filtern den selben Fokus zu haben. Er lässt der Kamera Empfindlichkeit freien Lauf. Der ME Chip meiner ST 402 sieht bis 1000 nm hinunter. Bei der gleichen QE (Quantum Efficiency) wo die Blau-Empfindlichkeit ihren tiefsten Punkt hat, liegen wir bei immerhin schon 800 nm. So tief im roten Licht reißt die Korrektur des Objektivs aber schon stark aus, der Grund für die aufgeblasenen Stern Abbildungen ist hier wohl gefunden.

Bei Einsatz der Farbfilter zeigte sich: Die Stern Abbildung ist mit Rotfilter am dicksten, mit Grünfilter besser, mit Blaufilter am feinsten. Nachfolgend die drei Farbauszüge, die das anhand von M13 und einem helleren Stern im Feld zeigen. Analyse: Auch der Rotfilter lässt bis 700 nm durch, etliches tiefer als die C-Linie (656 nm = H-Alpha), die immerhin noch tiefer liegt als meine Testwellenlänge beim Startest war (610 nm). Die dicken Sterne werden dadurch etwas "eingefangen", sind aber noch immer zu merken. Im Grünen wäre die Kamera nicht wirklich schlechter in der Empfindlichkeit, da ist die Korrektur der Optik deutlich besser, was sich gleich auch in weniger aufgeblasenen Sternen darstellt. Die sehr feinen Sterne im Blauen lassen sich einmal schlicht durch die absinkende Empfindlichkeit des Kamerachips in diesem Bereich erklären. Was bleibt: auch bei RGB Bildern werden rote Ränder bei Sternen nicht ganz vermeidbar sein. Es sei denn, man erhöht die Einzelbelichtungen im Grünen und spziell im Blauen, und passt sich so den dickeren Sternen im Roten an. Fein ist das aber auch nicht gerade... Die nachfolgenden Bilder wurden mit gleich langen Einzelbelichtungen erstellt. Eine Kamera mit Farbchip z.B. kann man ja auch nicht diesbezüglich beeinflussen.

M13, SBIG ST 402, Rot Filter - 12 x 10 Sekunden, unguided

M13, SBIG ST 402, Grün Filter - 12 x 10 Sekunden, unguided

M13, SBIG ST 402, Blau Filter - 12 x 10 Sekunden, unguided

Bei so unterschiedlichen Sterngrößen in den einzelnen Farben ist es nicht gar so einfach, ein brauchbares RGB Bild zu zimmern. Man muss schon ein Weilchen herumspielen, um auf ein brauchbares Ergebnis zu kommen. Falls sich wer wundert, warum bei so kurzen Einzelbelichtungszeiten der Hintergrund dennoch so glatt rauskommt - dafür gibt es eine einfache Erklärung: Dithering. Die Montierung schiebt die Objekte im Feld recht herum über die Zeit, dadurch kommen nie die gleichen Pixel übereinander zu liegen.

M13 RGB - der aufgehellte und grün-bläuliche Himmel ist dem Stadthimmel und dem tief im Süden stehenden Mond geschuldet - will man schwächere Sterne herausholen, ergibt sich das so. Was aber hier sichtbar ist: bei helleren und speziell rötlichen Sternen spitzt ein roter Rand hervor

Und noch ein Testfoto, diesmal M57 als RGB. Auch dieses Bild wurde unguided mit 10 Sekunden Einzelbelichtungen gewonnen.

M57 RGB mit der SBIG ST 402 (unguided): Rot 20 x 10 sec, Grün 21 x 10 sec, Blau 19 x 10 sec. Die Tiefe entspricht etwa dem, was man mit einem guten Achtzöller visuell erreichen kann, wenn man sich die schwachen Sterne indirekt zusammenkletzelt... Die roten Ranftl sieht man auch hier bei einigen Sternen. Die Aufnahme ist etwas "satter" belichtet, daher konnte der Hintergrund dunkler gehalten werden.

Zumindest habe ich mir die Belichtungszeiten für die ST 402 ME und diesen Refraktor anhand von Deneb einmal ermittelt, um die roten Ränder zu vermeiden: Grün braucht den Faktor 1,5, Blau den Faktor 2. Dann kommt ein weißer Stern heraus, der in allen Farben gleich groß ist. Bei so kurzen Belichtungszeiten zeigt sich auch noch kein Blauhalo um Deneb, höchstens ein Anflug. Bei längeren Belichtungszeiten und vor allem blauen Sternen wird der Blauhalo wohl auf Fotos aufscheinen.

Deneb, ST 402, Rot = 10 x 0,1 sec, Grün = 10 x 0,15 sec, Blau = 10 x 0,2 sec. Sollte sich schon wer über die "Zapferl" senkrecht nach oben und unten bei helleren Sternen gewundert haben: das sind "micro-lens spikes", typisch für die ME Chips, jedenfalls kein Blooming, wiewohl in meiner ST 402 ein NABG (non anti-blooming gate) Chip verbaut ist.

Fazit

Natürlich habe ich keine "ausgesuchte" Optik ausgefasst. Ob ich ein besonders gutes oder besonders schlechtes Exemplar "gezogen" habe, schmecks. Mir scheint, nachdem ich mich auch im Web nach Tests umgeschaut habe, dass es doch eine gewisse Streuung in der Qualität gibt. Da gibt es offenbar ausnehmend gute Optiken und auch weniger gute. Das mag in erster Linie mit der Objektivfassung zusammenhängen. Passen alle Toleranzen, ist es gut, wenn nicht, weniger gut. Schliesslich können sich allein mit der Linsendistanz schon Farbkorrektur und Sphärochromasie ändern. Auch die Dezentrierung hat darin ihre Ursache. Ich glaube bei meinem Testkandidaten jedenfalls nicht an ein "Einzelschicksal".

Wenn ich 5 Sterne als Maximum zur Bewertung der Optik vergeben darf, dann würde ich einen Stern wegen der großen Streulichthöfe abziehen. Einen weiteren halben Stern Abzug teilen sich Pinching und Dezentrierung. Die Farbkorrektur finde ich ok für 120 mm Öffnung und zwei Linsen, mehr wird kaum zu holen sein. APO hin oder her, belassen wir das als Markting Hype. Jedoch für die im Roten stärker ausreißende Korrektur, die speziell bei der Astrofotografie schlagend wird, aber auch visuell bei der Planetenbeobachtung bei hoher Vergrößerung, ziehe ich noch einmal einen halben Stern ab. Auch wenn der Preis des Teleskops günstig ist, bin ich da etwas pingelig, schließlich steht auf dem Objektiv in großen Lettern "Premium Optical System". Dem wird meine Optik halt nicht gerecht. 3 Sterne kriegt der Equinox 120 also von mir.

Die Tubusverarbeitung möchte ich extra bewerten, und wenn wieder maximal 5 Sterne erreichbar sind: Mir gefällt die Verarbeitung prinzipiell, das sieht nach CNC Fertigung aus, sehr professionell. Aber 2 Sterne Abzug gibt es für den Fokussier. Der reicht gerade aus für normale visuelle Anwendung. Durch die Verkippung und vor allem die geringe Tragkraft ist dieser Fokussierer nicht astrofototauglich. Auch für die Mechanik gibt es also nur 3 Sterne von mir. Anmerkung: Zum Glück kann man einen besseren Fokussierer einfach, ohne Adaptionsarbeiten, nachrüsten - was freilich zusätzliche Kosten verursacht.

Man könnte jetzt sagen, typisches China Zeug. Das tue ich aber nicht, im Wissen, dass es andere, schlechtere Refraktoren gibt (eh auch aus China...), die sich auch APO nennen und recht bunt daherkommen, und noch viel vergratschtere Sternabbildungen zeigen. Aber in einem sehr hübsch aussehenden Tubus, um deutlich mehr Geld...

Also ich will den 120-er Equinox nicht komplett verteufeln. Visuell ist bei meinem Testkandidaten das Streulicht der wirkliche Genickbrecher. Dadurch sind spezielle Beobachtungen deutlich erschwert, wenn nicht verunmöglicht. Von Pinching ist man unter Umständen auch bei hochpreisigen APOs betroffen, Koma auf der Achse will ich aber nirgends sehen. Das kostet im Bereich der hohen Vergrößerung etwas an Details. Höchste Ansprüche kann der Skywatcher Equinox 120 nicht befriedigen, auch wenn das Marketing das suggeriert. Wer mehr Perfektion sucht, muss derzeit immer noch zu den hochpreisigen Refraktoren der einschlägigen Hersteller greifen.

Howdii


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